Geschichte der Zahnbehandlung

Der akademische Unterricht der Zahnheilkunde in Ungarn blickt auf eine alte Tradition zurück.

1850 hat man bereits an der Fakultät für Medizin der ungarischen Königlichen Wissenschafts-Universität Vorlesungen zur Zahnheilkunde gehalten. Als Beginn der modernen Ausbildung im heutigen Sinne wird das Jahr 1890 bezeichnet, als das Institut für Akademische Zahnheilkunde errichtet wurde. Nach dem II. Weltkrieg wurde der Abschluss eines allgemeinmedizinischen Studiums Studienvoraussetzung zum Weiterstudieren an der zahnmedizinischen Fakultät. In Ungarn gibt es vier Universitäten mit zahnmedizinischen Fakultäten: Budapest, Debrecen, Szeged und Pécs. Das Ausbildungsniveau an den Universitäten ist bekanntlich hoch.

Ursprung und Geschichte der Zahnärzte

Schon in der Steinzeit haben Zähne die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gelenkt.

Nach archäologischen Erkenntnissen gab es vor 8000 Jahren bereits „Zahnärzte“, die Zahndefekte mittels Ausbohren behandelten. Auch damals haben bestimmte Menschen an der Zahnbearbeitung Gefallen gefunden und sich darauf spezialisiert.

Die Instrumente zur Zahnbearbeitung sind den frühen Modellen sehr ähnlich, doch die Zahntechnik für Zahnreparaturen war in der Zahnmedizin noch ganz anders. Im Wesentlichen handelt es sich um Scheiben, rotierende und oszillierende Instrumente, nur die Gestaltung ist etwas moderner. Im 18. Jahrhundert wurden künstliche Gebisshälften mit Stahlbügeln verbunden. Der Federdruck presste beide Prothesenhälften auseinander und das Oberteil fest gegen den Oberkiefer. Im Laufe der Zeit gab es Gebisse aus Porzellan, Hartgummi und Kunststoff. Die Bohrmaschine mit dem Zahnarztbohrer kam 1872 auf den Markt, doch musste der Bohrer wie bei Nähmaschinen mit dem Fuss angetrieben werden.

In vorchristlicher Zeitrechnung gab es viele verschiedene Versuche, herausnehmbaren Zahnersatz anzufertigen, denn fehlende Zähne galten zu allen Zeiten als Makel. Die Zähne gelten bis heute als Schmuckstücke, so auch die antike Zahnbrücke als Zahnersatz. Die Ausbildung war nicht an höhere Schulen gebunden, sondern wurden sogar über viele Jahrhunderte von Goldschmieden, Bader, Barbieren und anderen Handwerkern ausgeübt.

Etruskische Zahnbrücke

Etruskisch bezieht sich auf das Volk der Etrusker im nördlichen Mittelitalien. Die Technik der Etrusker, Römer und Phönizier bestand darin, dass mit Draht oder Metallbändern Knochen oder Zähne aus Elfenbein als Zahnersatz an den Restzähnen festgebunden wurden. Gesund, kräftig und attraktiv zu wirken war immer wichtig für das Erscheinungsbild und so galt ein Zahnloser Mensch in früheren Zeiten meist nicht als fähiger Führer in Babylon, im alten Rom wie auch in der mittelalterlichen Zeit. Vor unserer Zeitrechnung wurden Ersatzzähne aus Tierknochen, Elfenbein oder Kälberzähnen gefertigt.

Die frühere Bezeichnung „Orthodontie“ ist in den 30iger Jahren unseres Jahrhunderts im deutschen Sprachraum durch den Begriff „Kieferorthopädie“ ersetzt worden. Die Kieferorthopädie ist die Lehre von der Erkennung, Behandlung und Verhütung von Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen.

Die Etrusker, Römer und Phönizier stellten einfachen Zahnersatz her, so wie das Bild der Zahnprothese aus Römischer Zeit und nicht wie Zahnprothesen und Zahnbrücken als Zahnersatz der heutigen Zeit. Zahnersatz der nicht lange hielt, konnten sich nur reiche Leute leisten und beim Essen waren diese Ersatzzähne keine grosse Hilfe. Um fehlende Zähne zu ersetzen, wurden menschliche Zähne und Materialien aus Muscheln, Tierzähnen wie Flusspferdzähnen und Elfenbein mit mässigem Erfolg eingesetzt. Schwarze Zähne galten im 17. Jahrhundert als Schönheitsideal, sodass Prothesen in Japan auch aus Ebenholz gefertigt wurden.

In das Goldband der Goldbandbrücke wurden natürliche Zähne oder Zähne aus Elfenbein geschnitzt und genietet. Die Etrusker, Römer und Phönizier stellten etwas Ähnliches her wie heute eine Zahnbrücke als Zahnersatz. Die Technik vom Zahn-Handwerker bestand darin, dass mit Draht oder Metallbändern Knochen oder Kunstzähne aus Elfenbein, an die benachbarten Zähne festgebunden wurden. In der Frühzeit der Zahnarzt-Geschichte wurden ausgefallene Zähne durch Zähne von Toten benutzt oder aus Tierknochen geschnitzte Exemplare mit Golddraht im Mund vom Zahnpatienten befestigt.

Für die Herstellung von einer etruskische Goldbandprothese waren handwerkliche Kenntnisse und Goldschmiedekunst gefragt, denn die Etrusker-Zähne wurden mit Golddraht befestigen oder für Zahnbrücken wurden Goldbänder mit Nieten benutzt. Etruskische Goldbandprothesen waren als Konstruktion ein Vorbild für die späteren römischen Goldbandprothesen, die zur Ansicht über die Jahrhunderte erhalten geblieben sind.